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Golflexikon

Dieses Golflexikon von StyleYourGolf.com macht Sie mit den wichtigsten Begrifflichkeiten von Golf (Sport) vertraut.

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Callaway

Untrennbar mit dem Golf verbunden ist ein Name: Ely Callaway. Doch was oder wer steckt hinter diesem Namen? Darauf eine Antwort zu finden, fällt schon etwas schwerer. Wir versuchen, der Golf-Bildung etwas nachzuhelfen. Wenn es auch wie ein kitschiges Märchen klingen mag…

 

Wer kennt die „Dicke Bertha“?
Was hat die dicke Bertha mit Golf zu tut? So gut wie nichts, wir der eine oder andere meine. Doch völlig falsch! Der direkte Zusammenhang von Golf und der Dicken Bertha ist so nah wie es nur nahe sein kann. Zumindest der Name hat einen direkten Berührungspunkt mit Golf. Doch der Reihe nach.
Die „Dicke Bertha“ war im Ersten Weltkrieg eine sehr gefürchtete Waffe, ein Haubitzengeschütz, konkret war die auch „Dicke Berta“, also ohne „h“ genannte Waffe ein 42-Zentimeter-Mörser, stammte aus dem Hause Krupp und entwickelte sich zu einer für die damaligen Verhältnisse sehr gefürchteten Waffe, die zur Bekämpfung von Festungsanlagen Verwendung finden sollte. Die Schlagkraft und die Größe dieser „Wunderwaffe“ inspirierte den Industriellen Ely Callaway um 1990, eines seiner „schlagkräftigen“ Produkte, einen besonderen Driver, unter der Patronanz des schweren Geschützes eben aus der „Dicken Bertha“ ins englische abgeleitet „Big Bertha“ zu nennen. Der sprichwörtlich „durchschlagende“ Erfolg ließ nicht lange auf sich warten.

Und wer kennt Ely Callaway?
Wahrscheinlich werden sich die beiden Begriffe in ähnlicher Rarität die Waage halten. Schon einmal davon gehört, doch eine Zuordnung kaum bis gar nicht möglich. Doch da gibt es Abhilfe – weiterlesen zum Beispiel.
Bereits als Jugendlicher erkannte der am 3. Juni 1919 in Georgia als Ely Reeves Callaway jr. geborene Sohn eines Textilhändlers seinen Hang zum Golfsport und dessen Ausübung ihm bereits als Jugendliche beachtliche Erfolge bringen sollte. Callaway studierte an der Emory University, Atlanta, und machte bereits mit 21 Jahren seinen Studienabschluß. Seine glückliche Hand für Erfolg und Geld erweist sich jedoch erst nach einem kurzen Arbeitseinsatz in der Trust-Company of Georgia und seiner Militärdienstzeit bei der US-Armee. In seinem beharrlichen Streben nach oben arbeitet sich Callaway im Unternehmen Burlington Industries, dem damals weltgrößten Textilunternehmen, bis 1968 zum Vorstandsvorsitzenden hoch, verläßt das Unternehmen aber bereits 5 Jahre später nach gravierenden Streitigkeiten in der Führungsetage.

Im Wein liegt die „Klarheit“
Da mag sich Ely Callaway nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen Burlington gedacht haben und bewährte sich als hervorragender Betreiber eines Weingutes in der Nähe von Ternecula in Südkalifornien. In diesem Weingut Callaway Vineyard and Winery keltert Ely hervorragende Weine, die den südkalifornischen Wein generell zu einem markanten Aufstieg verhalf. Sogar die Queen, Elizabeth II soll angeblich entgegen der Etikette bei einem offiziellen Mittagstreffen mit Genuß ein zweites Glas von einem der edlen Weine Callaway getrunken haben. Die große Aufregung darüber war ihr sicher. Mit beträchtlichen Profit veräußerte Callaway 1981 dieses Weingut und tauschte sein unermüdliches Erfolgs-Engagement mit dem Einstieg ins Golf-Geschäft.

Callaway und der Golfsport
1982 kaufte Ely Callaway die Firma Hickory Stick, nachdem er, eine Legende spricht von reinem Zufall, ein Jahr zuvor in Indian Wells in Kalifornien in einem Golfgeschäft einen Golfschläger entdeckte, der ihn an einen, in seiner Kindheit verwendeten Schläger erinnerte, nur daß dieser mit einem Stahlkern zwecks Stabilität gefertigt war. Damit war die Überlegung zum Kauf der Firma Hickory Stick USA geboren und bald auch umgesetzt. Mit Richard C. Helmstetter als Chefdesigner ging es mit dem umbenannten Unternehmen Callaway Hickory Stick USA rasch steil bergauf, Callaway erwarb auch noch die restlichen 50 Prozent der Geschäftsanteile und verlegte das Unternehmen Callaway Golf nach Carlsbad, wenige Kilometer nördlich von San Diego.
Weiter ging’s steil bergauf, mit 5 Millionen Dollar noch recht bescheidene Umsatz erreichte innerhalb von zehn Jahren eine Steigerung auf 800 Millionen Dollar. Im Jahr 1996 war das Unternehmen Callaway Golf der weltweit größte Hersteller von Golfartikeln.
Ely Callaway starb im Jahr 2001 im Alter von 82 Jahren, seine Geschäftsnachfolge übernahm Ron Drapeau. Seit 1992 ist Callaway Golf an der Börse und firmiert dort unter dem Namen „ELY“. 1993 wurde die „Callaway Golf Company Foundation“ gegründet. Dies ist eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bedürftige Menschen zu unterstützen. Im Jahre 2001 wurden rund 4,8 Millionen Dollar für gemeinnützige Zwecke aus dieser Stiftung gespendet.

Was war der Grundsatz von Ely Callaway?
Da gibt es ein Zitat aus einem Interview, das diese Frage eindeutig beantwortet: „Man kann die Kunden nicht für dumm verkaufen. Wenn sie dein Produkt kaufen sollen, muß es besser sein als die anderen. Es muß das Richtige sein.“