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Golflexikon

Dieses Golflexikon von StyleYourGolf.com macht Sie mit den wichtigsten Begrifflichkeiten von Golf (Sport) vertraut.

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Grün

Einen wesentlichen Teil eines Golfplatzes nimmt ohne Zweifel das Grün ein. Auch viele Menschen, die den Golfsport nur am Rande kennen, glauben mit dem Begriff des Grüns etwas anfangen zu können. Doch was bezeichnet das Grün genau? Es beschreibt den eigentlichen Zielraum im Golf, da es sich in unmittelbarer zum Loch befindet. Hier sind keinesfalls mehr besonders kräftige Schläge von Nöten, sondern Maß und Ziel treten in den Vordergrund. Am Grün wird Feingefühl und Geschick der Golfer gefordert, damit ein möglichst gezielter Schlag möglich ist. Der Schlag, der am Green in den meisten Fällen zur Anwendung kommt ist das Putten. Hierbei rollt man mit dem entsprechenden Schläger, dem Putter, den Ball lediglich noch über das fein gemähte Green, um zum Loch zugelangen.

Ein durchschnittliches Grün weist in etwa 550 Quadratmeter an Fläche auf, wobei Flächen von 300 bis zu 1000 Quadratmetern häufig auftreten. Auch auf dem Gebiet des Grüns gibt es Vorkehrungen, um das Spiel fordernder und schwieriger gestalten zu können. So bauen viele Golfplatzarchitekten so genannte Breaks in moderne Anlagen ein. Es handelt sich dabei um leichte Erhebungen und sanfte Mulden, deren Berücksichtigung beim Versuch den Ball einzulochen natürlich wesentlich erschwerend wirken. Geschwindigkeit und Richtung können durch die Erhebungen beeinflusst werden, was von den Golfern in der Wahl von Ziel und Kraft des Schlages berücksichtigt werden muss. Häufig finden hier auch die so genannten Caddies, die den Spielern die Schläger tragen, eine besondere Bedeutung, dienen sie den professionellen Golfern doch oft auch als Berater für das hier nötige Lesen des Grüns.
Beim Grün kann auch noch ein Vorgrün oder Semigreen, wie die englische Bezeichnung lautet, unterscheiden werden. Dieses meint den Übergang vom Fairway (oder auch Rough) zum Grün, der meist durch die Tatsache geprägt ist, dass hier das Gras noch etwas höher ist als am wirklichen Grün.
Pflege des Grüns

Die Grüns stellen mitunter das Herzstück eines jeden Golfplatzes dar, was sich auch deutlich auf die Pflege auswirkt. Dies beginnt bereits bei der Wahl der Grashöhe. Durch die Tatsache, dass am Grün der Ball nur noch in Richtung Loch gerollt werden soll, muss das Gras hier möglichst tief gemäht sein. Die Rasenhöhe beträgt daher im Normalfall lediglich 4 Millimeter, wobei noch erwähnt werden muss, dass im Falle eines Turniers die Höhe lediglich zwischen 2,5 und 3,2 Millimetern betragen darf. Dies bedarf einer enormen Genauigkeit und Liebe zum Detail, da der Zustand des Grüns eine enorme Verantwortung mit sich bringt.
Weiters spielt selbstverständlich auch noch die Bewässerung des Grüns eine tragende Rolle. In Trockenperioden muss sie stets gewährt sein, weshalb die meisten Golfplätze über großflächige Bewässerungsanlagen verfügen, um die Qualität der Anlage immer gewähren zu können. Weiters sorgen Drainagen dafür, dass das absickernde Wasser zurück in die Wasserreservoirs gelangt und dort erneut zur Bewässerung verwendet werden kann.
Diese äußerst entscheidende Aufgabe fällt in einem Golfplatz dem Greenkeeper und seiner etwaigen Mannschaft zu, wobei in enger Zusammenarbeit mit dem Geschäftsführer agiert wird.

Sonderformen des Grüns

Als ein weiteres wesentliches Merkmal und wichtiger Bestandteil eines Golfplatzes können Sonderformen des Grüns angeführt werden. Es handelt sich dabei um Flächen, wo keine durchgehende Bewässerung möglich ist, wodurch die Spielfläche nicht von Rasen sondern von Sand verkörpert werden muss.
Wie kann durch Sand dieselbe Qualität wie beim Spiel am Gras gewährleistet werden?

Bei dieser Art der Grüns, die auf Grund ihrer sandigen Oberfläche auch häufig als Browns bezeichnet wurden, befindet sich im Untergrund eine lehmige, geteerte oder gekieste Schicht, die zur Stabilität beitragen und so einen möglichst gleichmäßigen und ruhigen Schlag möglich machen soll. Darauf wird eine feine Sandfläche gestreut, die auch optisch von Vorteil ist und das Bild der Golfanlage aufbessert. Jahr für Jahr müssen diese Sand Greens in Altöl getränkt werden, um Winderosion und Pflanzenwuchs zu verhindern. Selbstverständlich wurde danach eine neue Sandschicht aufgetragen, um die Optik des Platzes nicht zu gefährden.
Mit dem Aufkommen moderner Bewässerungsflächen wurden diese Sonderformen immer seltener, da eine durchgehende Bewässerung ermöglicht werden könnte. In Gebiet extremer Trockenheit wird jedoch nach wie vor auf die Sand Greens zurückgegriffen, da der Platz ansonsten nicht bestehen könnte. Das wohl prominenteste Beispiel eines so ausgestatteten Platzes wird wohl von der 9 Loch Golfanlage in der Stadt Leh in Indien verkörpert, stellt sie doch den höchstgelegen Golfplatz der Erde dar. Auf einer Höhe von rund 3500 Metern unterhalb des Himalaya Massivs gelegen ist eine dauernde Bewässerung keinesfalls zu denken, weshalb das Sand Green nach wie vor die optimale Lösung ist. Der australische Outback ist darüber hinaus noch ein weiteres Beispiel für diese durch extreme Trockenheit bedingte Sonderform des Grüns.

Als weitere Sonderform des Grüns kann zweifelsohne auch jenes beim Eisgolf bezeichnet werden. Hier handelt es sich entsprechend der Logik natürlich um ein White, auf dem versucht wird den Ball möglichst präzise in Richtung Loch zu befördern. Der Untergrund, auf dem gespielt wird, besteht dabei aus fest gewälztem Schnee und Eis, wodurch das gleichmäßige Rollen des Balles gewährt bleiben soll.