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Golflexikon

Dieses Golflexikon von StyleYourGolf.com macht Sie mit den wichtigsten Begrifflichkeiten von Golf (Sport) vertraut.

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Polo-Shirts

Im Golfsport hat sich seit seinen Ursprüngen auch im Bekleidungssektor natürlich viel getan und die Entwicklung von Materialien und Fasern hat auch vor dem beliebten Rasensport nicht Halt gemacht. Eines der beliebtesten Kleidungsstücke ist das Polo-Shirt. Leicht und elegant fügt es sich harmonisch den Körperformen und verzeiht so manchen „Haltungsfehler“. Doch was ist das Polo-Shirt, hat das jemand erfunden oder ist das gar ein Markenname?

 


Der Ursprung unseres heute so vielgeliebten Polo-Shirts geht fast hundert Jahre zurück und war, wie so Vieles was uns heute so vertraut und wichtig ist, mehr oder minder ein „Zufallstreffer“ und klingt wie eine Geschichte aus einem Märchenbuch. Begonnen hat alles mit der Geburt eines gewissen René Lacoste am 2. Juli 1904 in Paris. Der Sohn einer wohlhabenden Familie setzte mit 15 Jahren seinem Vater ein erfolgreiches Zeichen, ihn Tennis spielen zu lassen. Der gestrenge Vater Lacoste verband eine Erlaubnis und die Förderung seines Sohnes damit, daß dieser innerhalb von nur 5 Jahren sich zu einem Weltklassespieler entwickeln solle. Die Strategie des Vaters ging auf und René Lacoste gewann auch wirklich nach 5 Jahren, 1924 die Bronzemedaille im Doppel bei den Olympischen Spielen in Paris. Das war aber erst der Start eine fast unendlichen Erfolgsserie, die mit dem Sieg des Davis Cup 1927 gekrönt wurde.

Was hat das aber mit dem Polo-Shirt zu tun?
Nun, es war angeblich 1923, als Lacoste mit seinem Mannschaftskapitän eine besondere Wette einging. René wolle demnach das nächste Spiel gewinnen und bekäme für die gewonnene Wette einen Koffer aus Krokodilhaut. Verbunden mit der Verbissenheit und Ausdauer des Athleten war dieser Koffer Patron dafür, daß Lacoste unter Freunden nunmehr „Le Crocodile“ genannt wurde. Einer von ihnen, Robert Georges, zeichnete 1927 das berühmte Krokodil-Logo, das auf die wenig später von Lacoste entworfenen Hemden aufgestickt wurde und fortan von diesen mit dem weit aufgerissenen Maul leuchten sollte.
Die von Lacoste entworfenen Hemden unterschieden sich von den bisherigen Hemden dadurch, daß diese weiter geschnitten waren und wegen der Leichtigkeit des Materials bestens geeignet dazu waren, der Hitze des Sommers am Körper zu trotzen. Das Polo-Shirt war geboren und ging bereits 1933 in die Massenproduktion – im klassischen Tennis-Weiß und unter dem Modell-Namen „Jersey Petit Piqué“ – mit dem markanten grünen Krokodil als Firmenzeichen aufgestickt. Erst sei etwa 1970 gibt es die Polo-Shirts auch in verschiedenen Farben, nachdem diese praktische Hemden-Art auch in anderen Bereichen, außerhalb des Tennisplatzes, den Eroberungszug gewann.

Wie kommt das Tennis-Leiberl auf den Golfplatz?
Ja, selbst da spielt Meister Zufall eine wesentliche Rolle. Die Liebe brachte das Kleidungsstück vom Tennisplatz auf den grünen Rasen. 1929 heiratete René Lacoste die French-Golferin Simone de la Chaume (1908 – 2001) und damit war es geradezu selbstverständlich, daß das Sporthemd mit dem Krokodil links an der Brust den grünen Rasen eroberte. René Lacoste starb am 12. Oktober 1996 Saint Jean de Luz in Frankreich. Das Unternehmen Lacoste ist nach wie vor äußerst erfolgreich weltweit am Markt vertreten.

Das Polo-Shirt heute:
Heute gibt es Polo-Shirts in vielerlei Variationen, Farben und Materialien. Der Name „Lacoste“ ist als Firmennamen geschützt, ebenso wie das markante und vom Ursprung bis heute nahezu unverändert gebliebene Firmenzeichen. Plagiate tauchen immer wieder auf, können jedoch an die Qualität nicht herankommen, weshalb sich Polo-Shirts der guten Qualität auch preislich vom Rest abheben.