
Dieses Golflexikon von StyleYourGolf.com macht Sie mit den wichtigsten Begrifflichkeiten von Golf (Sport) vertraut.
Putter
Der Putter ist eines der wichtigsten Utensilien des Golfers, da der Putter für das Erreichen des Endzieles, dem Lochen, verwendet wird. Dabei handelt es sich um eine spezielle Schlägerart, die nur zum Putten benötigt wird. Putten nennt man den kleinen Stoß, der nötig ist, den Golfball die kurze Entfernung bis zum Loch rollenderweise da hin zu bringen.
Trotz unterschiedlichster Bauformen unterscheidet sich der Putter schon rein optisch von den anderen Hölzern und Eisen durch die nahezu senkrechte oder vollkommen senkrechte Schlagfläche, die ein gezieltes, gleichmäßiges Rollverhalten des Golfballs ermöglicht. Eine Flugbahn wird mit dem Putter nicht angestrebt, da die Distanzen von Abschlag zum Ziel, meist dem Loch, oft nur wenige Meter oder gar Zentimeter trennen. Somit ist in dem Fall eine rollende, aber gezielte Bewegung anzustreben. Da es in diesem Spielbereich kaum mehr auf physikalische Vorzüge ankommt, sondern mehr auf optische, können Putter mit Inserts, das sind Einlagen auf der Schlagfläche, versehen sein oder die Ausführung des Schaftes können kunstvolle Schwingungen als Zierde aufweisen. Meist sind Golfer mit zwei Putts, so die Mehrzahl von Putter, ausgerüstet, ganze Sätze beinhalten hingegen meist nur einen Putter.
Die Schaftlänge des Putters beträgt im Normalfall 33 bis 35 Zoll, eine Sonderform ist der „Belly-Putter“, der eine Schaftlänge von rund 43 Zoll aufweist. Werden „normale“ Putter mit beiden Händen gegriffen und frei geschwungen, so wird der Belly-Putter mit einer Hand am oberen Ende des Griffes an Brust oder Bauchgepreßt, während die andere Hand den Schaft weiter unten umgreift. Der längst Putter der Familie ist der Broomstick-Putter, der mit einer Länge um die 48 Zoll am Kinn des Golfers angesetzt wird. Diese verlängerten Putter haben den Vorteil, daß der Schläger nur mit einer Hand gependelt wird. Damit entgeht man der Gefahr, daß durch ein Halten mit beiden Händen beim Abschlag ein Verreißen oder ungewolltes Zucken den entscheidenden Schlag unsauber auszuführen.
Das Zucken beim Abschlag kann häufig auftreten und wird mit einem eigenen Namen bezeichnet. In dem Fall spricht man von „Yips“, einer vorwiegend beim Golfen unwillkürlich auftretenden, ruckartigen Muskelzuckung. Den Begriff „Yips hat bereits um 1930 der Profigolfer Tommy Armour geprägt und tritt vorwiegend bei Golf-Profis und sehr guten Golfer-Amateuren auf. Bei den Symptomen handelt es sich möglicherweise um eine Art „Lampenfieber“, die jedoch nicht ständig auftreten und eine Ursachenforschung sehr schwierig machen. Eine der wenigen aber sinnvollsten Behandlungsmethoden ist der Griff zum längeren Putter um damit eine Anstrengungsverlagerung herbeizuführen. Mentales Training und Entspannung können sich darüber hinaus ebenfalls als förderlich erweisen.



